Vor gut anderthalb Jahren hatte stand ich das erste Mal mit meiner Kamera einem mir fremden Menschen gegenüber, um ihn zu fotografieren. Auf dem Weg zum Shooting habe ich mir damals vor lauter Aufregung wirklich kurz überlegt, einfach abzusagen und umzudrehen.
Heute bin ich ich froh darüber, es nicht getan zu haben. Ich habe es durchgezogen und stand einige Minuten später zum ersten Mal mit einer Kamera vor einem Model, das mich anlächelte und auf Anweisungen wartete.
Heute bin ich froh, das Desiree mich damals etwas „an die Hand genommen“ hat und mir so meine ersten Schritte in diesem Bereich erleichtert hat.

Heute, einige Models später, bin es manchmal ich selbst, der Bilder von tollen Menschen machen darf, die zum ersten Mal vor der Kamera stehen. Ein schönes Gefühl, wenn man dann in der Folgezeit sieht, wenn es ihnen Spaß macht und sie dann später auch zum ersten Mal bei anderen Fotografen vor die Kamera treten. Und wenn dann die ersten Ergebnisse sieht, ist man ehrlich gesagt schon etwas stolz.

Und doch steht man selber (mal wieder) vor einer Entscheidung. Wohin soll der eigene Weg eigentlich führen? Ist das alles, was man machen will? Oder auch mal wieder etwas Neues ausprobieren. Diese Gedanken verfolgen einen dann immer und immer wieder, bis man mal irgendwann den Hinten hochkriegt und es einfach mal versucht. Am Anfang fragt man sich dabei immer mal wieder: Was wohl die anderen darüber denken, wenn ich jetzt auf einmal das Themengebiet wechsle? Dann sollte man aber auch ehrlich zu sich selber sein und die Gegenfrage stellen: Für wen mache ich die Fotografie denn? Für die anderen? Um anderen zu gefallen? Oder vielleicht ja doch für mich selbst (und das Model 😉 ).

Ich war ehrlich zu mir selber. Und das ist gefühlt in der heutigen Gesellschaft nicht immer einfach: Ich mache das für mich! Es ist meine Art von Kunst und kreativem Ausleben. Es muss nicht allen gefallen, nein es soll auch nicht allen gefallen! Denn meiner Meinung nach ist es dann ja irgendwie schon Mainstream und eigentlich nur das, was alle anderen auch machen.
Und genau darum muss man manchmal auch etwas ausbrechen aus den festgefahrenen Wegen, etwas Neues ausprobieren und sich selber vielleicht auch neu erfinden. Das gehört dazu und ist auch wichtig.

Auch in Zukunft werde ich weiterhin Bilder machen, keine Sorge. Nur werden es vielleicht auch mal Bilder sein, welche ihr so nicht von mir kennt oder vielleicht auch erwartet. Ich weiss selber noch nicht, wohin mein Weg mich (in der Fotografie) noch führen wird, aber das ist ja gerade das spannende daran.
Neben dem Thema S/W Fotografie gibt es noch einige weitere Themen auf meiner ToDo-Liste, mal schauen, wann und was kommt. Neben neuen Models werde ich mich hierzu das ein oder andere Mal mit anderen Fotografen austauschen bzw. zusammentun, um vielleicht auch gemeinsam Projekte zu starten und umzusetzen.

Was sich nicht ändern wird, ist meine Dankbarkeit gegenüber meinen Models:
Ihr wart und werdet es auch in Zukunft sein, die mir all das hier überhaupt erst ermöglichen!
Jede/-r einzelne /-r von Euch ist ein besonderer und toller Mensch, auf seine ganz individuelle Art und Weise. Ich habe seit meinen Anfängen so viele verschiedene Menschen kennen gelernt, habe zum Teil Einblicke in ihr Leben und ihren Alltag erhalten und daraus sind viele schöne und tolle Kontakte entstanden, welche bis heute bestehen.
Ich bin euch allen hierfür sehr dankbar, schön dass es euch gibt und wir uns getroffen haben!

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