Interessante Frage und häufig gestellte Frage. Vermutlich findet sich dort weniger Spannendes, als mancher vermuten mag. Aber über die letzten Jahre ist die Ausrüstung immer weiter ausgebaut worden, zuletzt auch wegen den Anforderungen, welche wir an unser Handwerkszeug legen. Recht schnell stellt man dabei fest, dass billig nicht gleich gut bedeutet.
Andererseits muss es aber auch nicht unbedingt immer gleich der Topseller sein. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er oder sie investieren möchte oder kann.
Spätestens ab dem Moment, in welchem man ein Objekt nicht in unmittelbarer Nähe hat oder Hindernisse sich dazwischen befinden, fängt man an zu recherchieren.

Wie es begonnen hat

Am Anfang noch analog unterwegs (ja, das bedeutet mit der fertigen Filmrolle zum entwickeln und warten) war die erste digitale Kamera eine Panasonic Lumix DMC-FZ10 (und die gibt es heute noch!). eigentliches Kaufkriterium war der damals spektakuläre Zoom von 35mm bis 420mm. Damit ließen sich schon prima Aufnahmen von Flugzeugen und im Urlaub machen.
Doch bald darauf sollte es weiter gehen. Der Wunsch nach technischer Flexibilität sorgte für ein reges Studium der zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren Hersteller. Die Auswahl an verschiedenen Objektiven, Blitzen und vielem mehr beschränkte die Auswahl dann auf Nikon oder Canon. Warum es schlussendlich Canon wurde? Keine Ahnung. Im Laden beide ausprobiert, Canon fühlte sich gut an, gekauft. Und eben diese Kamera war dann meine erste Spiegelreflex. Eine EOS 1100D mit dem Kit-Objektiv. Gefühlt hatte ich mich damit in ein neues Universum begeben.

Es folgte nach ein paar Jahren eine EOS 650D und die ersten L-Objektive kamen ins Haus. Recht schnell merkte ich, dass ein gutes Objektiv meist mehr zum Bild beiträgt wie der Kamera-Body. Die Kamera kann schließlich nur das aufnehmen, was das Objektiv ihr liefert. Zwar schrecken oft die Preise erstmal ab, aber die Objektive sind ihr Geld dann auch wert. Mit diesem Kamera-/Objektiv-Kombinat sammelte ich fleißig weiter Erfahrungen und besuchte auch den ein oder anderen Workshop.
Aber irgendwann reizte mich dann das Thema „Vollformat“ und ich stellte erste Recherchen an. Hier bewegt man sich dann langsam auch in (finanziellen) Bereichen, welche einige nicht mehr als Hobby anerkennen. Aber mir war es die Investition dann doch wert.

Aktuell im Einsatz

Die Wahl fiel damals auf eine EOS 5D Mark III.
Der Nachfolger war bereits angekündigt und ich bekam noch einen guten Preis. Zudem handelte es sich um eine 25 Jahre EOS-System Ausführung. Diese Kamera begleitet mich jetzt also seit 2016. Und bisher hat sie mir einen Anlass gegeben, über eine Nachfolgerin nachzudenken.

Bei den Objektiven setze ich ebenfalls auf Produkte aus dem Hause Canon. Hat bisher immer sehr gut funktioniert.
Dabei kommen verschiedene Brennweiten zum Einsatz. Vom ursprünglichen Gedanken, möglichst verschiedene Objektive für jede Eventualität dabei zu haben, verabschiedet man sich nach und nach wenn der Rucksack zunehmend Marschgepäck-Gewicht annimmt und das Tragen zur Teilnahme an Biwak Einsätzen der Bundeswehr qualifiziert.
Das kleinste Objektiv im Bunde ist das EF 50mm 1:1,8 STM. Wahrscheinlich der einzige Objektiv Kauf, der auf der Aussage eines YT-Videos beruht: „Dieses Objektiv sollte jeder Fotograf haben!“ Und weil es damals gerade im Angebot war, besorgte ich es mir. Lange Zeit reiste es nur still im Rucksack mit, mittlerweile kommt es aber immer öfter zum Einsatz und wird wohl eines Tages wieder durch das EF 50mm 1:1,4 USM abgelöst. Auch dieses Objektiv besaß ich schon einmal. Jedoch ging es zu Bruch beim todesmutigen Einsatz zum Schutz der Kamera.

Für den Allgemeingebrauch verwende ich ein Zoom Objektiv. Das EF 24-70mm 1:2,8L II USM hat mir jetzt schon in vielen Situationen hervorragende Dienste geleistet. Speiziell in Räumen, in welchen die Lichtsituation nicht so optimal ist, bringt es dank einer durchgehenden Blende von 2,8 noch tolle Ergebnisse bei niedriger ISO. Ich habe mir dieses Objektiv damals zugelegt um vor allem auf Messen oder in Museen noch die Möglichkeit zu haben, Fahrzeuge komplett aufs Bild zu bekommen und dabei die ISO nicht allzu hoch drehen zu müssen.
Aktuell wird es jedoch vorwiegend von meiner Frau an ihrer Canon EOS 6D Mark II verwendet.

Mangels fehlender Brennweite sahen manche Motorsport Bilder aus, als ob ich eine Fliege aufgenommen habe. Viel Umgebung, wenig Motiv. Somit fiel die Entscheidung auf das EF 70-200mm f/2.8L USM. Naja, eigentlich aus Kostengründen ja erstmal auf das EF 70-200mm 1:4L IS II USM, welches ich dann aber nach kurzer Zeit bereits wieder zurückbrachte und dafür das 2,8er orderte. Sicherlich, es kostet gut das dreifache, aber die Ergebnisse entsprechen dafür auch mehr meinen Wünschen.
Seither sollten Objektive für mich nicht über eine Blende von 2,8 gehen. Keine wissenschaftliche Erklärung oder technische Grunddiskussion. Nur meine Entscheidung, welche aus meinen Erfahrungen entstanden ist.
Dieser „Klopper“ wie er gerne mal genannt wird liefert mir bislang wirklich tolle Bilder, vorausgesetzt, man hat den Platz um es zu benutzen. Das man sich das mit einem ordentlichen Gewicht erkauft, gehört dann eben mit dazu.
Im Fitnessbereich würde man sagen: „No pain, no gain!“

Neben den genannten Objektiven findet man in meinem Rucksack noch mindestens zwei Paar Baumwollhandschuhe. Fremde Fahrzeuge tatscht man nicht einfach so an. Speziell, wenn es sich um Young- oder Oldtimer handelt. Daher ist für den Fall der Fälle immer ein paar Handschuhe dabei. Freut sich auch der Besitzer / die Besitzerin, wenn man dem Fahrzeug und damit auch ihm / ihr Respekt entgegenbringt.

Filter oder ähnliches habe ich nur zu besonderen Anlässen dabei. Auch Stativ, Blitz und Co befinden sich nicht dauerhaft dabei. Aber es gibt sie für den Fall der Fälle. Vielleicht stelle ich das nochmals gesondert vor.
Der Rucksack selber ist ein LowePro Flipside 400 AW, welcher mich bisher seit gut fünf Jahren zuverlässig begleitet hat.

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Fotografie bedeutet für mich mehr als nur Likes und Follower. Ich mag es, Bilder zu erschaffen und Momente festzuhalten. Humor gehört für mich auf jeden Fall immer mit dazu. Mein Schwachpunkt? Guter Kaffee!

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